Am 27. August 2022 fand
der 8. Welttag für das Ende des Speziesismus statt!

Zahlreiche Tierrechtsgruppen auf der ganzen Welt organisierten Veranstaltungen, um auf die Diskriminierung durch Speziesismus hinzuweisen und zu fordern, dass die Interessen der Tiere umfassend geschützt werden.

WoDES 2022 in pictures

In 2022, 114 organizations organized 109 actions located in 27 countries. This year again, it is a new record of participation!

"Speciesism is irrational" by Projet Méduses

Q&A by Animal Ethics

San Francisco (USA)

Jogja (Indonesia)

Video by Animal Save Movement

Podcast Episode by Comme un poisson dans l'eau

Events organized in 2022

Argentinien

Florida | 27/08 Straßenaktion von Nuevo Paradigma Liberación Animal

Belgien

online | 28/08 Online-Aktion von Bite Back België

Brasilien

Bello Horizonte | 28/08 Marsch von Nação Vegana Brasil
Rio de Janeiro | 28/08 Veranstaltung von DxE RJ
São Paulo | 28/08 Veranstaltung von Vozes em luto

Kanada

Edmonton | 20/08 Marsch von DxE Edmonton
Montréal | 27/08 Mahnwache von Résistance animale
Moose Jaw | 28/08 Mahnwache von Regina Pig Save
Saskatoon | 27/08 Info-Stand von Animal Save Saskatoon
Toronto | 27/08 Mahnwache von Animal Save Movement
Winnipeg | 27/08 Veranstaltung von Manitoba Animal Save

Chili

Santiago | 28/08 Straßenaktion von Santiago Animal Save

Frankreich

Besançon | 27/08 Verkostung von Le CABle
Calais | 21/08 Verteilung von Flugblättern von Calais Animal Save
Guérande | 27/08 Veranstaltung von 269 Life France
Marseille | 27/08 Veranstaltung von 269 Life France
Online | 27/08 Podcast-Folge von Nonbi Radio
online | 28/08 Online-Aktion von Projet Méduses
Paris | 27/08 Online-Aktion von Futur
Paris | 27/08 Marsch von Collectif d'associations
Rennes | 27/08 Straßenaktion von Sentience Rennes
Saint-Raphaël | 27/08 Verteilung von Flugblättern von L214

Deutschland

Berlin | 27/08 Veranstaltung von PETA Deutschland
Bremen | 23/08 Veranstaltung von PETA Deutschland
Frankfurt | 27/08 Veranstaltung von PETA Deutschland
Hamburg | 27/08 Veranstaltung von PETA Deutschland
Kleve | 27/08 Veranstaltung von PETA Deutschland
Köln | 27/08 Veranstaltung von PETA Deutschland
Leipzig | 27/08 Veranstaltung von PETA Deutschland
Tübingen | 27/08 Veranstaltung von PETA Deutschland

Indien

Amritsar | 27/08 Straßenaktion von PETA India
Bombay | 27/08 Straßenaktion von Animal Save Mumbai
Delhi, Bengaluru | 27/08 Street Action von Vegan India Movement
Gonda | 27/08 Konferenz von Nature Club Foundation
Lucknow | 27/08 Straßenaktion von Lucknow Animal Save

Niederlande

Den Helder | 27/08 Straßenaktion von Animal Save Nederland

Polen

Portugal

Lisboa | 27/08 Straßenaktion von Acção Directa

Spanien

Madrid | 27/08 Info-Stand von AV Madrid
Online | 26/08 Podcast-Folge von Lluvia con truenos

Schweiz

Geneva | 27/08 Political forum (postponed) von Coalition animaliste
Lausanne | 27/08 Straßenaktion von PEA

United kingdom

Online | 28/08 Online Action von PETA UK
Online | 28/08 Online Action von Animal Equality UK

USA

Encinitas | 27/08 Versammlung von Living Vegan in San Diego
Oakland | 27/08 Marsch von DxE SF Bay Area
Orlando | 27/08 Veranstaltung von Animal Rights Florida

Reports of the previous editions

Find the reports of the previous editions in photos and videos on the dedicated page.

Die Medien sprechen von uns, entdecken Sie unseren Pressespiegel.

 

Sexismus, Rassismus, Speziesismus: Ideologien der Ungerechtigkeit

In unserer Gesellschaft basiert das Verhältnis zu Tieren auf dem Speziesismus. Analog zum Rassismus und Sexismus geht die Ideologie des Speziesismus davon aus, dass das Leben und die Interessen von Tieren als weniger wichtig erachtet werden dürfen. Dies alleine deshalb, weil sie einer anderen Art angehören. Speziesismus ist unhaltbar, weil Menschen nicht die einzigen Lebewesen sind, die Emotionen empfinden können. Aus diesem Grund müssen wir das Leben und die Interessen der anderen empfindsamen Lebewesen unseres Planeten respektieren.

Alle empfindsamen Lebewesen sind gleichwertig

Unabhängig von den möglichen Unterschieden zwischen den verschiedenen Arten steht fest, dass alle fühlenden Wesen gleichsam Leid empfinden können. Es spielt keine Rolle, welcher « Rasse », welchen Geschlechts, welcher Art wir angehören: Was zählt ist, was wir empfinden, unser Interesse daran, nicht zu leiden, keine Gewalt ertragen zu müssen und ein möglichst glückliches Leben führen zu können. Eine auf der Spezies begründete Diskriminierung ist genauso willkürlich wie jede andere auf unlogischen Kriterien basierende Diskriminierung. Eine Gleichberechtigung, die Ausgrenzungen und willkürliche Diskriminierungen beinhaltet, ist per Definition eine Ungleichberechtigung, eine Ungerechtigkeit. Folglich müssen alle fühlenden Lebewesen, egal welcher Art, in moralische Überlegungen einbezogen werden. Dies bedeutet nicht, dass alle auf identische Art und Weise behandelt werden müssen. Aber es bedeutet, dass auf ihre Interessen genauso Rücksicht genommen werden muss, wie wenn es die eigenen wären.

Intelligenz verneinen um Interessen zu vernachlässigen?

Obwohl Kleinkinder oder geistig behinderte Personen nicht über komplexe intellektuelle Fähigkeiten verfügen, werden sie von der Gesellschaft nicht missachtet, sondern geniessen einen besonderen Schutz. Zu Recht. Denn in der Tat können diese Menschen auch Leid empfinden, sie sind unfähig, sich selber zu wehren und müssen deshalb beschützt werden. Genauso sind Tiere, ungeachtet ihrer mentalen Fähigkeiten, empfindsame Wesen. Sie haben ein Interesse daran, ein möglichst langes, glückliches Leben führen zu dürfen und sollten deshalb ebenso beschützt werden. Zudem steigt die Anzahl der Studien, die beweisen, dass wir die mentalen Fähigkeiten eines Grossteils der Tiere immens unterschätzt haben1.

Verhaltensforschung: Tiere sind vollwertige Individuen

Nach der längst überholten Theorie des Tiers als Maschine weisen VerhaltensforscherInnen heute darauf hin, dass Tiere als vollwertige Individuen Emotionen fühlen sowie Vorlieben, Begehren und eine eigene Persönlichkeit besitzen. Man geht heute davon aus, dass zahlreiche Tiere über ein Bewusstsein über die eigene Existenz, Altruismus und die Fähigkeit der Werkzeugbenutzung verfügen.

Ein notwendiges Umdenken in der Gesellschaft

Einige vergangene Ungerechtigkeiten sind abgeschafft oder zumindest vermindert worden, so Feudalismus oder der niedere Status, der Frauen zugewiesen wurde/wird. Auch diese Ungerechtigkeiten waren derart im kollektiven Denken verankert, dass man sie für immerwährend hielt, die Geschichte hat jedoch das Gegenteil gezeigt. Ebenso kann man sich leicht vorstellen, dass auch Schlachthäuser eines Tages als Symbol der Barbarei angesehen werden. Wir, die wir die Ungerechtigkeit gegen Tiere ablehnen, werden immer zahlreicher. Dies wird eine der wichtigsten Debatten in diesem Jahrhundert sein.

Ziel des Welttages für das Ende des Speziesismus ist es, die ungerechte Ideologie, die eine solche Barbarei ermöglicht, anzuprangern.

Wir setzen uns ein für eine Welt, in der das Leben und die Interessen aller respektiert werden. Diese Welt ist bereits im Entstehen. Kämpfen wir zusammen für etwas, das im Kommen ist!


1 Kürzlich hat der Schimpanse Ayumu das Vorurteil zerschlagen, wonach Menschen immer über die stärkeren mentalen Kapazitäten verfügten: Er hat die Menschen in einem kognitiven Test geschlagen:https://www.youtube.com/watch?v=zsXP8qeFF6A